Theoretisch leben wir in einer freien Welt. Wir haben die Freiheit zu entscheiden, womit wir unser Leben verbringen, mit wem wir es verbringen, oder wo wir es verbringen. Doch wie frei sind wir wirklich im Korsett eines Systems, welches uns starre Regeln und Abläufe vorgibt?
Der Mensch existiert in unserer Gesellschaft, um das System am Laufen zu halten, oder es nach Möglichkeit weiterzuentwickeln. Dies beginnt spätestens mit der Schulzeit. Das Kind lernt alles, was nötig ist, um sich in der bereits auf es wartenden Berufswelt zurechtzufinden. Es lernt strebsam, ehrgeizig und systemtreu zu sein, um seine spätere Arbeitskraft optimal in den Wirtschaftskreislauf einbringen zu können. Anschließend soll es möglichst viel vom verdienten Geld in den Kreislauf zurückgeben und eine Familie gründen, um den Fortbestand dieses Systems zu gewährleisten. Der Ablauf wiederholt sich in der darauffolgenden und in allen weiteren Generationen.
Vermutlich haben wir die Freiheit schon vor Jahrtausenden gegen das Versprechen von Sicherheit und Organisation eingetauscht. Freiheit existiert streng genommen nicht mehr. Weder für den Arbeitenden, noch für den Nicht-Arbeitenden/Arbeitslosen. Es ist lediglich ein Wort, was noch in unseren Köpfen existiert. Die Suggestion, zumindest in der Theorie, alles tun zu können, was man möchte.
think out of the box!
Ein Blog für alle, die über den Tellerrand hinaus schauen
15. April 2012
14. April 2012
Von "alternativen Medien" und darüber, die Spreu vom Weizen zu trennen
Immer mehr Menschen wenden sich inzwischen, sicher nicht ohne Grund, von den etablierten Medien ab, weil sie der zum Teil sehr einseitig betrachteten, politisch überkorrekten Berichterstattung überdrüssig geworden sind und suchen stattdessen im Internet nach Antworten.
Noch ist das Netz ein freies Medium und bietet Informationen in Hülle und Fülle. Die sogenannten "alternativen Medien" haben Hochkonjunktur und neue Blogs, Newsportale etc. schießen wie Pilze aus dem Boden. Jeder darf schreiben, was er denkt und wenig bis nichts wird kontrolliert und reguliert. Leider ist dies Fluch und Segen zugleich, denn es macht die Suche nach qualitativ hochwertiger und vor allem seriöser Berichterstattung nicht einfacher und häufig ist es ein schmaler Grat zwischen Sinn und Unsinn.
Viele dieser "alternativen Medien" spielen mit den unterbewussten Ängsten der Leute. Beispielsweise die Furcht davor, von einer unbekannten Macht kontrolliert und benutzt zu werden. Leute, die anderer Ansicht sind, stellt man als manipulierte Deppen dar, die sich wie Marionetten steuern lassen. Dies gibt dem eigenen Anhang das Gefühl den Durchblick zu haben, eingeweiht zu sein - man fühlt sich elitär. Teilweise hat das schon sektenähnliche Züge.
Noch ist das Netz ein freies Medium und bietet Informationen in Hülle und Fülle. Die sogenannten "alternativen Medien" haben Hochkonjunktur und neue Blogs, Newsportale etc. schießen wie Pilze aus dem Boden. Jeder darf schreiben, was er denkt und wenig bis nichts wird kontrolliert und reguliert. Leider ist dies Fluch und Segen zugleich, denn es macht die Suche nach qualitativ hochwertiger und vor allem seriöser Berichterstattung nicht einfacher und häufig ist es ein schmaler Grat zwischen Sinn und Unsinn.
Viele dieser "alternativen Medien" spielen mit den unterbewussten Ängsten der Leute. Beispielsweise die Furcht davor, von einer unbekannten Macht kontrolliert und benutzt zu werden. Leute, die anderer Ansicht sind, stellt man als manipulierte Deppen dar, die sich wie Marionetten steuern lassen. Dies gibt dem eigenen Anhang das Gefühl den Durchblick zu haben, eingeweiht zu sein - man fühlt sich elitär. Teilweise hat das schon sektenähnliche Züge.
12. April 2012
100 Jahre danach: Warum wurde die Titanic zum Mythos?
| Die Titanic im Hafen von Southampton |
Die Umstände, welche zum Unglück führten, sind inzwischen weitgehend aufgeklärt. Da wäre zum Beispiel die spiegelglatte See in einer dunklen Neumond-Nacht, durch die man das Brechen der Wellen an Eisbergen schlecht erkennen konnte, ein Kapitän, welcher zahlreiche Eiswarnungen ignorierte und die Geschwindigkeit beibehielt, die unerklärliche Tatsache, dass man mit bloßem Auge, statt mit weggeschlossenen Ferngläsern im sogenannten "Krähennest" nach Hindernissen Ausschau hielt und vieles mehr. Die Summe dieser Umstände führte letztlich zu einem der schwersten Unglücke der zivilen Schifffahrt.
Warum aber wurde ausgerechnet der Untergang der Titanic zur berühmtesten Schiffskatastrophe aller Zeiten, obwohl andere zum Teil deutlich mehr Opfer forderten?
Männlein & Weiblein. Nur gute Freunde?
![]() |
| Nur Freundschaft, oder doch mehr? |
Warum? Nun, egal, wie gut Mann und Frau sich hinsichtlich Interessen, Einstellung etc. auch verstehen mögen und unabhängig davon, ob sie vielleicht sogar schon fest an einen anderen Partner gebunden sind, früher oder später führt diese Freundschaft ins Bett, oder zumindest dazu, dass wenigstens einer von beiden tiefergehende Gefühle für den Anderen entwickelt. So zumindest die "Harry & Sally"-Theorie, die wir alle aus unzähligen Filmen, Romanen, TV-Serien, Songtexten und weiß der Geier, woher noch, kennen.
Um zu beleuchten, warum dies so zu sein scheint, muss man geschichtlich etwas weiter ausholen, bis zu einer Zeit, in der eine gesellschaftliche Gleichstellung zwischen Mann und Frau undenkbar schien. Frauen wurden gewissermaßen als minderwertig betrachtet und außerhalb von Liebesbeziehung, oder Familie war die Meinung des vermeintlich schwachen Geschlechts schlicht uninteressant. Reste dieser Denkweise sind ja auch heutzutage noch hartnäckig in vielen (Macho)-Köpfen verankert.
8. April 2012
Kann nicht sein, was nicht sein darf?
Nichts erregt derzeit mehr Aufmerksamkeit, als die Debatte um das Gedicht von Günter Grass zum Thema Israel. Verständlich, denn es kommt nicht oft vor, dass eine Person, die in der Öffentlichkeit steht, zu einem derart heiklen Thema Stellung bezieht. Kaum jemand traut sich, zu riskieren, sich die Finger zu verbrennen und damit Reputation und Karriere aufs Spiel zu setzen. So ist es sicherlich kein Zufall, dass sich (wie zuvor im Fall Sarrazin) jemand aus der Deckung wagt, der in Sachen Fortsetzung der Karriere und finanzieller Sicherheit schon allein aufgrund seines Alters nicht mehr viel zu befürchten hat.
Und so kam es, wie es kommen musste - eine Welle der Betroffenheitsrhetorik schwappt durch das Land - oder besser gesagt, durch die Massenmedien und einer reagiert empörter, als der Andere. Jeder Intimfeind von Grass und jeder auf der Suche nach Profilierung darf öffentlich Stellung beziehen und sich unsachlich, mit unsäglicher Polemik echauffieren. Sei es ein Hendrik Broder, Marcel Reich-Ranicki, Guido Westerwelle - keiner von ihnen hat Grass' Gedicht inhaltlich entkräftet, oder gar widerlegt und doch stellt man Grass als einen Hass predigenden Antisemiten dar.
Und so kam es, wie es kommen musste - eine Welle der Betroffenheitsrhetorik schwappt durch das Land - oder besser gesagt, durch die Massenmedien und einer reagiert empörter, als der Andere. Jeder Intimfeind von Grass und jeder auf der Suche nach Profilierung darf öffentlich Stellung beziehen und sich unsachlich, mit unsäglicher Polemik echauffieren. Sei es ein Hendrik Broder, Marcel Reich-Ranicki, Guido Westerwelle - keiner von ihnen hat Grass' Gedicht inhaltlich entkräftet, oder gar widerlegt und doch stellt man Grass als einen Hass predigenden Antisemiten dar.
20. März 2012
Interview mit Irans Präsident Ahmadinedschad
Gestern lief im Spartenkanal ZDF Info ein Interview mit Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad, welches im ZDF leider nicht in voller Länge übertragen wurde.
Interessanterweise kommt Ahmadinedschad keineswegs als "Der Irre von Teheran" rüber, den man uns beispielsweise in der Springer-Presse immer verkaufen möchte. Man spürt deutlich, wie unwohl sich Kleber in seiner Rolle als Interviewer fühlt. Er geht auf keinerlei Argumentationen und Gegenfragen ein und wiederholt fast ausschließlich mit variierender Wortwahl gebetsmühlenartig immer und immer wieder dieselbe Frage - nämlich die nach weiteren Zugeständnissen Irans zu dessen Atomprogramm.
Jeder, der Ahmadinedschad nur aus der leider stark einseitig betrachteten Berichterstattung der Medien kennt, sollte sich dieses Interview anschauen und für sich selbst entscheiden, wer der Aggressor im Konflikt zwischen Israel und Iran ist.
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15. April 2012
Die Illusion der Freiheit in einer verwalteten Welt
Theoretisch leben wir in einer freien Welt. Wir haben die Freiheit zu entscheiden, womit wir unser Leben verbringen, mit wem wir es verbringen, oder wo wir es verbringen. Doch wie frei sind wir wirklich im Korsett eines Systems, welches uns starre Regeln und Abläufe vorgibt?
Der Mensch existiert in unserer Gesellschaft, um das System am Laufen zu halten, oder es nach Möglichkeit weiterzuentwickeln. Dies beginnt spätestens mit der Schulzeit. Das Kind lernt alles, was nötig ist, um sich in der bereits auf es wartenden Berufswelt zurechtzufinden. Es lernt strebsam, ehrgeizig und systemtreu zu sein, um seine spätere Arbeitskraft optimal in den Wirtschaftskreislauf einbringen zu können. Anschließend soll es möglichst viel vom verdienten Geld in den Kreislauf zurückgeben und eine Familie gründen, um den Fortbestand dieses Systems zu gewährleisten. Der Ablauf wiederholt sich in der darauffolgenden und in allen weiteren Generationen.
Vermutlich haben wir die Freiheit schon vor Jahrtausenden gegen das Versprechen von Sicherheit und Organisation eingetauscht. Freiheit existiert streng genommen nicht mehr. Weder für den Arbeitenden, noch für den Nicht-Arbeitenden/Arbeitslosen. Es ist lediglich ein Wort, was noch in unseren Köpfen existiert. Die Suggestion, zumindest in der Theorie, alles tun zu können, was man möchte.
Der Mensch existiert in unserer Gesellschaft, um das System am Laufen zu halten, oder es nach Möglichkeit weiterzuentwickeln. Dies beginnt spätestens mit der Schulzeit. Das Kind lernt alles, was nötig ist, um sich in der bereits auf es wartenden Berufswelt zurechtzufinden. Es lernt strebsam, ehrgeizig und systemtreu zu sein, um seine spätere Arbeitskraft optimal in den Wirtschaftskreislauf einbringen zu können. Anschließend soll es möglichst viel vom verdienten Geld in den Kreislauf zurückgeben und eine Familie gründen, um den Fortbestand dieses Systems zu gewährleisten. Der Ablauf wiederholt sich in der darauffolgenden und in allen weiteren Generationen.
Vermutlich haben wir die Freiheit schon vor Jahrtausenden gegen das Versprechen von Sicherheit und Organisation eingetauscht. Freiheit existiert streng genommen nicht mehr. Weder für den Arbeitenden, noch für den Nicht-Arbeitenden/Arbeitslosen. Es ist lediglich ein Wort, was noch in unseren Köpfen existiert. Die Suggestion, zumindest in der Theorie, alles tun zu können, was man möchte.
14. April 2012
Von "alternativen Medien" und darüber, die Spreu vom Weizen zu trennen
Immer mehr Menschen wenden sich inzwischen, sicher nicht ohne Grund, von den etablierten Medien ab, weil sie der zum Teil sehr einseitig betrachteten, politisch überkorrekten Berichterstattung überdrüssig geworden sind und suchen stattdessen im Internet nach Antworten.
Noch ist das Netz ein freies Medium und bietet Informationen in Hülle und Fülle. Die sogenannten "alternativen Medien" haben Hochkonjunktur und neue Blogs, Newsportale etc. schießen wie Pilze aus dem Boden. Jeder darf schreiben, was er denkt und wenig bis nichts wird kontrolliert und reguliert. Leider ist dies Fluch und Segen zugleich, denn es macht die Suche nach qualitativ hochwertiger und vor allem seriöser Berichterstattung nicht einfacher und häufig ist es ein schmaler Grat zwischen Sinn und Unsinn.
Viele dieser "alternativen Medien" spielen mit den unterbewussten Ängsten der Leute. Beispielsweise die Furcht davor, von einer unbekannten Macht kontrolliert und benutzt zu werden. Leute, die anderer Ansicht sind, stellt man als manipulierte Deppen dar, die sich wie Marionetten steuern lassen. Dies gibt dem eigenen Anhang das Gefühl den Durchblick zu haben, eingeweiht zu sein - man fühlt sich elitär. Teilweise hat das schon sektenähnliche Züge.
Noch ist das Netz ein freies Medium und bietet Informationen in Hülle und Fülle. Die sogenannten "alternativen Medien" haben Hochkonjunktur und neue Blogs, Newsportale etc. schießen wie Pilze aus dem Boden. Jeder darf schreiben, was er denkt und wenig bis nichts wird kontrolliert und reguliert. Leider ist dies Fluch und Segen zugleich, denn es macht die Suche nach qualitativ hochwertiger und vor allem seriöser Berichterstattung nicht einfacher und häufig ist es ein schmaler Grat zwischen Sinn und Unsinn.
Viele dieser "alternativen Medien" spielen mit den unterbewussten Ängsten der Leute. Beispielsweise die Furcht davor, von einer unbekannten Macht kontrolliert und benutzt zu werden. Leute, die anderer Ansicht sind, stellt man als manipulierte Deppen dar, die sich wie Marionetten steuern lassen. Dies gibt dem eigenen Anhang das Gefühl den Durchblick zu haben, eingeweiht zu sein - man fühlt sich elitär. Teilweise hat das schon sektenähnliche Züge.
12. April 2012
100 Jahre danach: Warum wurde die Titanic zum Mythos?
| Die Titanic im Hafen von Southampton |
Die Umstände, welche zum Unglück führten, sind inzwischen weitgehend aufgeklärt. Da wäre zum Beispiel die spiegelglatte See in einer dunklen Neumond-Nacht, durch die man das Brechen der Wellen an Eisbergen schlecht erkennen konnte, ein Kapitän, welcher zahlreiche Eiswarnungen ignorierte und die Geschwindigkeit beibehielt, die unerklärliche Tatsache, dass man mit bloßem Auge, statt mit weggeschlossenen Ferngläsern im sogenannten "Krähennest" nach Hindernissen Ausschau hielt und vieles mehr. Die Summe dieser Umstände führte letztlich zu einem der schwersten Unglücke der zivilen Schifffahrt.
Warum aber wurde ausgerechnet der Untergang der Titanic zur berühmtesten Schiffskatastrophe aller Zeiten, obwohl andere zum Teil deutlich mehr Opfer forderten?
Männlein & Weiblein. Nur gute Freunde?
![]() |
| Nur Freundschaft, oder doch mehr? |
Warum? Nun, egal, wie gut Mann und Frau sich hinsichtlich Interessen, Einstellung etc. auch verstehen mögen und unabhängig davon, ob sie vielleicht sogar schon fest an einen anderen Partner gebunden sind, früher oder später führt diese Freundschaft ins Bett, oder zumindest dazu, dass wenigstens einer von beiden tiefergehende Gefühle für den Anderen entwickelt. So zumindest die "Harry & Sally"-Theorie, die wir alle aus unzähligen Filmen, Romanen, TV-Serien, Songtexten und weiß der Geier, woher noch, kennen.
Um zu beleuchten, warum dies so zu sein scheint, muss man geschichtlich etwas weiter ausholen, bis zu einer Zeit, in der eine gesellschaftliche Gleichstellung zwischen Mann und Frau undenkbar schien. Frauen wurden gewissermaßen als minderwertig betrachtet und außerhalb von Liebesbeziehung, oder Familie war die Meinung des vermeintlich schwachen Geschlechts schlicht uninteressant. Reste dieser Denkweise sind ja auch heutzutage noch hartnäckig in vielen (Macho)-Köpfen verankert.
8. April 2012
Kann nicht sein, was nicht sein darf?
Nichts erregt derzeit mehr Aufmerksamkeit, als die Debatte um das Gedicht von Günter Grass zum Thema Israel. Verständlich, denn es kommt nicht oft vor, dass eine Person, die in der Öffentlichkeit steht, zu einem derart heiklen Thema Stellung bezieht. Kaum jemand traut sich, zu riskieren, sich die Finger zu verbrennen und damit Reputation und Karriere aufs Spiel zu setzen. So ist es sicherlich kein Zufall, dass sich (wie zuvor im Fall Sarrazin) jemand aus der Deckung wagt, der in Sachen Fortsetzung der Karriere und finanzieller Sicherheit schon allein aufgrund seines Alters nicht mehr viel zu befürchten hat.
Und so kam es, wie es kommen musste - eine Welle der Betroffenheitsrhetorik schwappt durch das Land - oder besser gesagt, durch die Massenmedien und einer reagiert empörter, als der Andere. Jeder Intimfeind von Grass und jeder auf der Suche nach Profilierung darf öffentlich Stellung beziehen und sich unsachlich, mit unsäglicher Polemik echauffieren. Sei es ein Hendrik Broder, Marcel Reich-Ranicki, Guido Westerwelle - keiner von ihnen hat Grass' Gedicht inhaltlich entkräftet, oder gar widerlegt und doch stellt man Grass als einen Hass predigenden Antisemiten dar.
Und so kam es, wie es kommen musste - eine Welle der Betroffenheitsrhetorik schwappt durch das Land - oder besser gesagt, durch die Massenmedien und einer reagiert empörter, als der Andere. Jeder Intimfeind von Grass und jeder auf der Suche nach Profilierung darf öffentlich Stellung beziehen und sich unsachlich, mit unsäglicher Polemik echauffieren. Sei es ein Hendrik Broder, Marcel Reich-Ranicki, Guido Westerwelle - keiner von ihnen hat Grass' Gedicht inhaltlich entkräftet, oder gar widerlegt und doch stellt man Grass als einen Hass predigenden Antisemiten dar.
20. März 2012
Interview mit Irans Präsident Ahmadinedschad
Gestern lief im Spartenkanal ZDF Info ein Interview mit Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad, welches im ZDF leider nicht in voller Länge übertragen wurde.
Interessanterweise kommt Ahmadinedschad keineswegs als "Der Irre von Teheran" rüber, den man uns beispielsweise in der Springer-Presse immer verkaufen möchte. Man spürt deutlich, wie unwohl sich Kleber in seiner Rolle als Interviewer fühlt. Er geht auf keinerlei Argumentationen und Gegenfragen ein und wiederholt fast ausschließlich mit variierender Wortwahl gebetsmühlenartig immer und immer wieder dieselbe Frage - nämlich die nach weiteren Zugeständnissen Irans zu dessen Atomprogramm.
Jeder, der Ahmadinedschad nur aus der leider stark einseitig betrachteten Berichterstattung der Medien kennt, sollte sich dieses Interview anschauen und für sich selbst entscheiden, wer der Aggressor im Konflikt zwischen Israel und Iran ist.
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